Blutalkohol jetzt berechnen
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Ihr Promillerechner
Berechnen Sie Ihren Blutalkoholspiegel nach der wissenschaftlich anerkannten Widmark-Formel – kostenlos, ohne Anmeldung, direkt im Browser.
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Wie funktioniert der Promillerechner?
Unser kostenloser Promillerechner berechnet Ihren Blutalkoholspiegel nach der wissenschaftlich anerkannten Widmark-Formel. Sie geben einfach Ihr Geschlecht, Körpergewicht, die konsumierten Getränke und die Zeit seit dem letzten Drink ein – der Rechner ermittelt dann Ihre aktuelle Blutalkoholkonzentration in Promille. Die Berechnung berücksichtigt, dass der Körper Alkohol mit einer durchschnittlichen Rate von 0,1–0,2 Promille pro Stunde abbaut und dass Frauen aufgrund ihres geringeren Wasseranteils im Körper bei gleicher Alkoholmenge höhere Promillewerte erreichen als Männer.
Viele unterschätzen die Wirkung von Alkohol auf ihren Körper. Bereits ein einziges Bier kann bei leichten Personen die 0,5-Promille-Grenze überschreiten. Mit unserem Alkoholrechner können Sie abschätzen, wann Sie wieder nüchtern sind und wieder sicher Auto fahren dürfen. Besonders wichtig: Für Fahranfänger in der Probezeit und alle unter 21 Jahren gilt die 0,0-Promille-Grenze!
Rechtliche Hinweise: Unser Promillerechner liefert nur eine Schätzung auf Basis der Widmark-Formel. Die tatsächliche Blutalkoholkonzentration kann durch zahlreiche Faktoren wie Mageninhalt, Medikamente, individuellen Stoffwechsel und Gesundheitszustand abweichen. Der Rechner hat keine rechtliche Verbindlichkeit und ersetzt keine medizinische Messung. Im Zweifelsfall gilt immer: Verzichten Sie aufs Autofahren nach Alkoholkonsum!
Die Widmark-Formel – so wird der Promillewert berechnet
Die Widmark-Formel wurde in den 1930er-Jahren vom schwedischen Chemiker Erik M. P. Widmark entwickelt und bildet bis heute die Grundlage der meisten Blutalkoholberechnungen. Die Formel lautet: BAK = A / (Körpergewicht × Reduktionsfaktor) – (Abbaurate × Zeit). Dabei steht BAK für die Blutalkoholkonzentration in Promille, A für die aufgenommene Menge reinen Alkohols in Gramm. Der Reduktionsfaktor (auch Körperwasserfaktor genannt) beträgt bei Männern durchschnittlich 0,68 und bei Frauen 0,55. Dieser Unterschied erklärt, warum Frauen bei gleicher Alkoholmenge und gleichem Körpergewicht höhere Promillewerte erreichen als Männer – ihr Körper hat einen geringeren Wasseranteil und einen höheren Fettanteil, in dem sich Alkohol weniger gut löst.
Um die aufgenommene Alkoholmenge in Gramm zu berechnen, wird die Formel A = Trinkmenge (ml) × Alkoholgehalt (Vol.-%) / 100 × 0,8 verwendet. Der Faktor 0,8 entspricht der Dichte von Ethanol. Ein 0,5-Liter-Bier mit 5 % Alkoholgehalt enthält demnach 500 × 0,05 × 0,8 = 20 Gramm reinen Alkohol. Ein Glas Wein (200 ml, 12 %) enthält 200 × 0,12 × 0,8 = 19,2 Gramm. Ein Schnaps (20 ml, 40 %) bringt es auf 20 × 0,40 × 0,8 = 6,4 Gramm Alkohol.
Welche Faktoren beeinflussen den Blutalkoholspiegel?
Neben Körpergewicht und Geschlecht gibt es zahlreiche weitere Faktoren, die den tatsächlichen Promillewert beeinflussen. Der Mageninhalt spielt eine wesentliche Rolle: Wer auf nüchternen Magen trinkt, erreicht deutlich schneller hohe Promillewerte als jemand, der vorher eine fettreiche Mahlzeit zu sich genommen hat. Nahrung verlangsamt die Alkoholaufnahme im Dünndarm, wodurch der Körper mehr Zeit hat, den Alkohol parallel abzubauen. Auch die Trinkgeschwindigkeit ist entscheidend: Wer mehrere Getränke schnell hintereinander konsumiert, erreicht höhere Spitzenwerte als bei langsamem Trinken über den Abend verteilt.
Der individuelle Stoffwechsel variiert von Person zu Person erheblich. Bestimmte Enzyme (vor allem die Alkoholdehydrogenase und die Aldehyddehydrogenase) bauen Alkohol in der Leber ab. Die Aktivität dieser Enzyme ist genetisch bedingt und kann sich je nach ethnischer Herkunft unterscheiden. Medikamente können die Wirkung von Alkohol verstärken oder den Abbau verlangsamen – insbesondere Schlafmittel, Antihistaminika und bestimmte Antidepressiva. Auch Müdigkeit und Stress beeinflussen die subjektiv wahrgenommene Wirkung des Alkohols, auch wenn sie den Promillewert selbst nicht direkt verändern. Die Abbaurate liegt bei den meisten Menschen zwischen 0,1 und 0,2 Promille pro Stunde, wobei 0,15 Promille pro Stunde als Durchschnittswert gilt. Dieser Abbauprozess kann durch kein Mittel beschleunigt werden – weder durch Kaffee, kalte Duschen, frische Luft noch durch körperliche Bewegung.
Promillegrenzen und Konsequenzen im deutschen Straßenverkehr
Das deutsche Verkehrsrecht kennt mehrere Promillegrenzen mit unterschiedlichen Konsequenzen. Bereits ab 0,3 Promille kann eine Straftat vorliegen, wenn der Fahrer auffällig wird (z. B. Schlangenlinien fährt) oder einen Unfall verursacht – man spricht von der „relativen Fahruntüchtigkeit". Ab 0,5 Promille handelt es sich um eine Ordnungswidrigkeit, die beim ersten Verstoß mit 500 Euro Bußgeld, 2 Punkten in Flensburg und einem Monat Fahrverbot geahndet wird. Beim zweiten Verstoß verdoppelt sich das Bußgeld auf 1.000 Euro mit 3 Monaten Fahrverbot, beim dritten Mal werden 1.500 Euro und ebenfalls 3 Monate Fahrverbot fällig.
Ab 1,1 Promille gilt die „absolute Fahruntüchtigkeit" – unabhängig davon, ob eine Auffälligkeit vorlag. Es handelt sich dann um eine Straftat mit Geld- oder Freiheitsstrafe, Entzug der Fahrerlaubnis für mindestens 6 Monate sowie der Anordnung einer medizinisch-psychologischen Untersuchung (MPU). Für Fahranfänger in der Probezeit und alle Personen unter 21 Jahren gilt die 0,0-Promille-Grenze. Bereits der Nachweis geringster Alkoholmengen führt zu 250 Euro Bußgeld, einem Punkt in Flensburg und einer Verlängerung der Probezeit. Für Radfahrer gilt eine eigene Grenze: Ab 1,6 Promille wird auch Fahrradfahren als Straftat gewertet und kann eine MPU nach sich ziehen, die sich auf den Autoführerschein auswirkt. Beachten Sie, dass unser Promillerechner eine Schätzung liefert – im Zweifel sollten Sie immer auf das Fahren verzichten.